Das Papiermühlental
Das Papiermühlental Valle delle Cartiere von Toscolano Maderno war bis zur Hälfte des letzten Jahrhunderts Sitz einer berühmten Papierherstellungstradition, die bereits ab 1381 dokumentiert ist und zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert die venezianischen Druckereien mit Papier belieferte. In dieser Zeit und in den nachfolgenden Jahrhunderten zeichnete sich das Tal durch eine blühende Produktionsaktivität und eine große Anzahl von Papierfabriken aus, deren Reste auch heute noch in einen wunderschönen Naturrahmen eingebettet, das gesamte Tal prägen.
Das Zentrum der Exzellenz
Beim Polo Cartario di Maina Inferiore handelt es sich um einem faszinierenden Produktionskomplex, der in einen Ausstellungs- und Museumssitz umgewaldet wurde. In seinem Inneren durchläuf man di Etappen der Geschichte der Papierherstellung von ihren Ursprüng bis zum 20. Jahrhundert anhand eines eindrucksvollen Austellungsrundgangs, der ausgehend von dem auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Herz der Fabrik, in der typische Maschinen und Ausrüstungen der Papierstellung vom 15. bis 18. Jahrhundert nachgebildet sind, sich durch die weitläufigen oberen Säle schlängelt, die er Entwicklung der Produktionverfahren in den ersten Phases der Industriellen Revolution gewidmet sind. Ausgestellt sind Funde, die bei archäologischen Ausgrabungen im Papiermühlental ans Tagelicht gefördert wurden, einige Filigrane, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert angerfertigt wurden, und eine Büchersammlung aus der Produktion der Paganini, einer berühmten Druckerfamilie mit Werkstatt in Toscolano und Venedig in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Neben Führungen und didaktischen Werkstätten zur Geschichte des Papiers organisiert das Zentrum Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und Events.